Einsätze 2012

Hochwasseralarm: Damm in Rückingen droht zu brechen

Zehn THW-Ortsverbände üben in Erlensee den Ernstfall

(ea) 20.08.12 - Am Samstagnachmittag wunderten sich viele Erlenseer über nicht enden wollende Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn zahlreicher blau lackierter Fahrzeuge in der Stadt.Sie hatten alle das gleiche Ziel: den Hochwasserdamm in Rückingen zwischen Hattergasse und Leipziger Straße.

Dort führte das Technische Hilfswerk (THW) die Jahresübung für den Geschäftsführerbereich Gelnhausen durch, an der 10 THW-Ortsverbände mit ca. 120 Einsatzkräften und etwa 30 Fahrzeugen teilnahmen.

Als Übungsszenario wurde angenommen, dass der Hochwasserdamm nach lang anhaltenden Regenfällen zu brechen droht. Dies mag bei der aktuell herrschenden Witterung mit Temperaturen weit über 30 °C etwas phantasievoll erscheinen. Allerdings berichteten die Übungsteilnehmer, dass vor 10 Jahren, als die verheerenden Überschwemmungen der Elbe die Nachrichtenlage bestimmten, ähnliche Wetterbedingungen herrschten. Und sie mussten es genau wissen, schließlich waren damals fast alle verfügbaren THW-Kräfte dort im Einsatz.

"Das Thema Hochwasserschutz hat für uns weiterhin hohe Priorität", berichtete Stefan Merten, Geschäftsführer des THW für die Region Osthessen."Aus diesem Grund haben wir uns bereits vor Monaten entschlossen, den Hochwasserschutz in diesem Jahr erneut zu trainieren."

Bei der Übung waren rund 120 Helferinnen und Helfer aus den 10 THW-Ortsverbänden des Geschäftsbereichs Gelnhausen, der den Landkreis Fulda, den Main-Kinzig-Kreis und den Vorgelsbergkreis umfasst, aktiv. Außerdem war das Deutsche Rote Kreuz mit einem Rettungswagen vor Ort.

Bereits seit Samstagmorgen wurde auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes an mehreren Stationsausbildungen trainiert, bevor um 16 Uhr die Übung am Hochwasserdamm unter Alarmbedingungen begann. Dort kamen verschiedene Arten der Deichverteidigung zur Anwendung.

Einem Durchsickern des aufgeweichten Damms wurde mit einem Sandsackverbau begegnet.

Mit Hilfe eines Quick-Damm-Systems wurde eine Barriere gegen das steigende Wasser gebildet.

Der Quick-Damm bildet nach dem Befüllen mit Wasser oder Sand eine seit mehreren Jahren in verschiedenen Einsätzen bewährte Barriere gegen steigendes Wasser. Der THW-Ortsverband Erlensee lagert von diesem System im Reußer Hof etwa 240 Meter und ist damit in der Lage, schnell und nachhaltig auf eine etwaige Hochwassersituation zu reagieren.

"Im Bedarfsfall können wir allein hier in unserem Geschäftsbereich auf rund 1000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zurückgreifen", erklärte Übungsleiter Daniel Weber. "Davon sind etwa die Hälfte dauerhaft Aktive, der Rest steht bei Bedarf für Einsätze zur Verfügung. Als Bundesorganisation stehen uns überdies bundesweit 80000 Helferinnen und Helfer mit entsprechendem Material und Gerät zur Verfügung. Der Hochwassereinsatz vor 10 Jahren an der Elbe hat gezeigt, dass wir gut aufgestellt sind und schnell unterstützen können", so Daniel Weber.

Parallel zu den Maßnahmen der Deichverteidigung wurde eine Behelfsbrücke errichtet.

Torsten Janke, Zugführer THW-Ortsverband Erlensee, erläuterte detailliert den Ablauf der Übung. So berichtete er unter anderem, dass mit dem Quick-Damm-System eine Schutzhöhe von einem Meter erreicht werde und 12 Meter dieses Systems innerhalb von etwa 20 Minuten aufgebaut werden können.

Im südlichen Bereich des Hochwasserdamms wurde die Übungsleitung positioniert.

Von hier aus wurden alle Maßnahmen koordiniert. Neben der übersichtlichen Darstellung der Lage auf der Lagekarte gehört unter anderem auch das Führen des Einsatztagebuchs zu den Aufgaben der Übungsleitung.

Neben den fast vollständig erschienenen Ortsbeauftragten der an der Übung beteiligten Ortsverbände nahmen als Übungsbeobachter unter anderem Polizeidirektor Lothar Wiese (Polizeidirektion Fulda) und Polizeidirektor Hans Knapp (Polizeidirektion Main-Kinzig), der neue Leiter des Katastrophenschutzes für den Landkreis Fulda, Frank Reith sowie Michael Hohmann (Bezirksleiter der DLRG Osthessen-Fulda und ausgewiesener Experte im Bereich Wasserrettung) und Kreisbrandinspektor des Main-Kinzig-Kreises, Markus Busanni teil.

Von Seiten der Stadt Erlensee waren Stadtbrandinspektor Werner Beier, der auch an der Planung der Übung beteiligt war, und Stadtrat Wolfgang Hagenfeld vor Ort.

Am Ende der Übung lobte der für die Region Osthessen zuständige THW-Geschäftsführer, Stefan Merten, das Engagement der Helferinnen und Helfer:" Die ehrenamtlichen Kräfte von Feuerwehren, THW und den Hilfsorganisationen opfern einen großen Teil ihrer Freizeit für die Sicherheit der Bevölkerung. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank. Man sieht aber auch hier, dass die gemeinsame Arbeit Spaß macht und dem Einzelnen auch sehr viel gibt. Auch im Berufsleben macht sich ein ehrenamtliches Engagement beim THW gerade im handwerklichen oder technischen Bereich oft bezahlt. Außerdem besitzen unsere Helferinnen und Helfer Disziplin und Einsatzwillen, was Arbeitgeber natürlich auch schätzen", so Stefan Merten abschließend.

Dass das Engagement beim THW auch im nicht mehr ganz jugendlichen Alter noch Spaß machen kann, zeigt das Beispiel von Willi Beckmann.

Willi Beckmann ist auch oberhalb der gesetzlichen Altersgrenze von 67 Jahren freiwillig als Althelfer beim THW aktiv. Wie Heinz Langenberger, stellvertretender Ortsbeauftragter des THW Erlensee, erläutert, ist der freiwillige Einsatz auch im Alter von über 67 Jahren für leichte Tätigkeiten möglich, wenn der Helfer seine Tauglichkeit bestätigt.

Vielleicht ist Willi Beckmann mit seinen 76 Jahren auch ein Beispiel dafür, dass die Arbeit beim THW jung hält. Bei Interesse an einer Mitarbeit stehen weitere Informationen unter www.rein-ins-thw.de und www.facebook.com/thwosthessen zur Verfügung.

Außerdem ist die THW-Geschäftsstelle Gelnhausen für Anfragen neuer Kameradinnen und Kameraden unter Telefon 06051-97751-0 erreichbar.

Darüber hinaus können sich Interessierte an die jeweiligen THW-Ortsverbände wenden.

Weitere Informationen über den THW-Ortsverband Erlensee unter www.thw-ov-erlensee.de.

Bericht/Quelle/Bilder: www.erlensee-aktuell.de

 

 

Unterstützung FW Steinheim

Anlässlich des Steinheimer Altstadtfestes mit Johannisfeuer unterstützte der Ortsverband Erlensee mit der Fachgruppe Elektroversorgung wie auch in den vergangenen Jahren die Kameraden der Feuerwehr Steinheim.

Mit drei Powermoon und dem fest montierten Lichtmast des Gerätewagen-Licht wurde das Gelände rund um den Stand der Feuerwehr ausgeleuchtet und mit Hilfe der Netzersatzanlage 50KVA (NEA 50KVA) der Stand selbst mit Strom versorgt.

 

Waldstück geht mitten in der Nacht in Flammen auf

Feuerwehr und THW proben in einer gemeinsamen Nachtübung den Ernstfall

(ea) 27.08.12 - Mitten in der Nacht zum Sonntag steht ein etwa ein Hektar großes Waldstück in der Nähe des Erlensees in Flammen. Das war das Szenario, welches sich das Planungsteam um Übungsleiter Uwe Kuprian, Wehrführer der Feuerwehr Rückingen, für die Quartalsübung der Feuerwehr Erlensee ausgedacht hatte. In einer ersten gemeinsamen Übung mit dem Technischen Hilfswerk (THW) probten die Erlenseer Feuerwehrfrauen und -männer die nächtliche Waldbrandbekämpfung.

Die rund 50 Teilnehmer der Übung wurden zuvor in einer gemeinsamen Lagebesprechung von Übungsleiter Uwe Kuprian im Feuerwehrhaus Langendiebach über die Komplexität eines Waldbrandeinsatzes informiert. Neben der detaillierten Vorstellung der geltenden Gesetzeslage  - maßgeblich ist hier das "Hessische Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz" (HBKG) - informierte er insbesondere über die einzelnen Zuständigkeiten bei einem solchen Ereignis. Hierzu beleuchtete er unter anderem die Befugnisse der dann zu bildenden Technischen Einsatzleitung. Beispielsweise ist genau festgelegt, wer einen Hubschrauber zur Unterstützung der Löschmannschaften am Boden anfordern kann und was dabei zu beachten ist.

Nachdem die Übungsteilnehmer den neuesten Stand der gesetzlichen Vorgaben erfahren haben, ging es im zweiten Teil des Vortrages um die Sicherheit und Taktik in einem Waldbrandeinsatz. Hier informierte Uwe Kuprian über das Erscheinungsbild von Waldbränden, das in der Regel durch Feuerfront und Flanken charakterisiert wird. Diese Kenntnisse bilden die Grundlage für die richtige Positionierung des Löschangriffs. Darüber hinaus lernten die Teilnehmer, welche Einflussfaktoren den Waldbrand mit bestimmen. Wetter, Bodenverhältnisse sowie Art und Zustand der Vegetation müssen von den Einsatzkräften richtig eingeschätzt werden, um die Gefahren dieser besonderen Einsätze richtig beurteilen zu können. Dass Waldbrände nicht nur in weiter entfernten Gebieten vorkommen, zeigte unter anderem der ausgedehnte Brand großer Waldflächen im Frühjahr im Bereich Amorbach. "Wir müssen mit solchen Einsätzen auch hier bei uns rechnen", so Übungsleiter Uwe Kuprian.

Während der mehrstündigen Einweisung in die theoretischen und praktischen Grundlagen wurde erneut deutlich, dass die Arbeit der Feuerwehrfrauen und -männer nichts mehr damit zu tun hat, einfach "Wasser Marsch" zu rufen, wie dies auch heute noch ab und zu von Außenstehenden zu hören ist. Die Anforderungen sind in der letzten Zeit enorm gestiegen, die Einsätze werden zunehmend komplexer. In dieser Übung ging es dann auch darum, neben dem schnellen Aufbau eines ersten Löschangriffs die nötige Versorgung mit Löschwasser in einem Gelände ohne Wasserversorgung sicherzustellen und die umfangreiche Logistik - unter anderem die Versorgung der eingesetzten Kräfte und Geräte - aufzubauen. Genau hier setzte dann auch das Übungskonzept an, die Zusammenarbeit mit dem THW-Ortsverband Erlensee im Bereich der Logistik zu üben. "Das THW kommt hier mit seinen besonderen Möglichkeiten zum Ausleuchten der einzelnen Arbeitsbereiche, wie zum Beispiel Einsatzleitung, Wasserentnahmestelle und Logistikplatz, zum Einsatz. Dies ist besonders hilfreich, da so die mit diesen Aufgaben sonst gebundenen Feuerwehrkräfte frei werden für die eigentliche Brandbekämpfung. Außerdem unterstützt uns das THW bei der Wasserversorgung mit einem LKW-Anhänger, der 14000 Liter Wasser aufnehmen kann", so Stadtbrandinspektor Werner Beier gegenüber Erlensee-Aktuell.

Nach der erfolgten Alarmierung begann dann der praktische Teil der Übung. Zunächst wurde mit einem Tanklöschfahrzeug an der nördlichen Flanke der angenommenen brennenden Waldfläche ein erster Löschangriff vorgenommen.

Da es sich in der Regel bei Waldbränden in der hiesigen Region überwiegend um Bodenfeuer handelt, wird fast ausschließlich mit Sprühstrahl gearbeitet. Die eingesetzten Kräfte mussten dabei auch den Grundsatz beachten, dass gerade in der frühen Phase des Einsatzes äußerst effizient mit der Wassermenge umgegangen werden muss bis die aufzubauende Wasserversorgung steht.

Diese wurde zunächst durch ein zweites Löschfahrzeug sichergestellt, das im Pendelverkehr von der Wasserentnahmestelle, die sich in der Siemensstraße befand, zur Einsatzstelle in der Nähe des Erlensees unterwegs war.

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 Bericht/Quelle/Bilder: www.erlensee-aktuell.de

 

Stromausfall im Fliegerhorst Erlensee, THW unterstützt mit Notstrom

Erlensee 23.06.2012- So oder so ähnlich könnte die Überschrift als Schlagzeile lauten, wenn es sich nicht um eine Übung auf dem ehemaligen Fliegerhorst der amerikanischen Streitkräfte in Erlensee gehandelt hätte. Der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Technischen Hilfswerks führte am 23.06.2012 eine Fortbildung für alle seine Fachgruppen Elektroversorgung und Einheiten mit Großaggregat durch.

Bereits am Freitagabend sind ein Teil der knapp 100 THW Helferinnen und Helfer der Fachgruppen Elektroversorgung des Landesverbandes Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland angereist. An mehreren Stationen mussten sich die Teilnehmer mit Szenarien wie Synchronisation, Einspeisung in vorhandene Infrastruktur und Stromverteilung auseinander setzen. Die Übungsstationen verteilten sich an verschiedenen Stellen auf dem ehemaligen Fliegerhorst.

Mit großem Interesse wurde die Übung auch von geladenen Gästen anderer Rettungsorganisationen und aus der Politik verfolgt.

Bei bestem Wetter, ging die Übung bis zum frühen Abend. Zum Abschluss, Trafen sich alle Teilnehmer im THW Ortsverband Erlensee zu einem gemütlichen Grillabend.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Freiwilligen Feuerwehr Erlensee-Langendiebach und dem Roten Kreuz aus Hanau für die Unterstützung.

Jede Technik ist jedoch nur so gut wie Ihre Nutzer, die sie bedienen. Deshalb führt das THW in regelmäßigen Abständen, bereichsübergreifende Übungen und Fortbildungen der verschiedenen Fachgruppen durch.

Das Technische Hilfswerk verfügt mit der Fachgruppe Elektroversorgung über mobile Elektrizitätswerke. So können Sie bei Bedarf einspringen, um einen größeren Energiebedarf abzudecken oder auch Energieversorgungsunternehmen bei der Reparatur im Niederspannungsbereich zu unterstützen. Ebenso gehört das klassische Einspeisen von vorhandener Infrastruktur oder die Stromverteilung über eigene Netze zu den Kernaufgaben dieser Einheit.

THW und Feuerwehr üben an der Kinzig



THW und Feuerwehr üben an der Kinzig
Das THW Erlensee und die Feuerwehr Hanau-Mitte haben gemeinsam an der Kinzig geprobt. Die Retter mussten behelfsmäßige Übergänge
über einem Gewässer installieren. Hierzu wurde ein Schwimmsteg, bestehend aus Kunststofffässern, Rundhölzer und
Bohlen, mit Bindeleinen zusammengebunden und an den Ufern fest verankert. Die zweite Aufgabe bestand daraus, eine aus Bohlen und
Leinen bestehende Hängebrücke zu bauen. Diese wurde mit Drahtseilen, die an aus Rundhölzern gefertigte Dreiböcke verankert wurden,
gehalten. Zu guter Letzt bauten die Helfer eine Seilbahn über die Kinzig. Als Tragekorb diente hierzu ein Schleifkorb aus Aluminium.
Das THW war mir 20 Helfern und fünf Jugendlichen, die Feuerwehr Hanau mit neun Helfern beteiligt. rp/Foto: Paul

Quelle: Hanauer Anzeiger 20.03.2012